SCHWERPUNKTE UND THEMEN

2002 vereinbarten die Staatsführungen auf dem Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung in Johannesburg, die negativen Auswirkungen von Chemikalien auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt bis 2020 zu minimieren. Hierzu wurde die UN-Rahmenvereinbarung SAICM (Strategic Approach to International Chemicals Management) verabschiedet. Da das Mandat von SAICM im Jahr 2020 endet, verhandeln die Vertragsstaaten derzeit den Folgeprozess – SAICM Beyond 2020. Im Oktober 2020 wird auf der UN-Konferenz zum internationalen Chemikalienmanagement (ICCM5) in Bonn unter Beteiligung aller Stakeholder darüber entschieden, wie es in diesem Prozess weitergehen soll.

Deutschland in der Verantwortung

Deutschland trägt nicht nur aufgrund seiner Präsidentschaft des SAICM-Prozesses, sondern auch als einer der größten Chemiestandorte der Welt eine besondere Verantwortung, sich zum Schutz vor gefährlichen Chemikalien zu engagieren und zunehmende Sicherheit für Mensch und Umwelt zu gewährleisten. Darüber hinaus landen viele der gefährlichen Substanzen, die hier genutzt und produziert werden, in Produkten, Abfall- oder Recyclingware in Ländern mit geringeren Sicherheitsstandards – dieser Umstand fordert, auch internationale Verantwortung zu übernehmen.

WAS WIR TUN

Als NGO-Stakeholder begleiten wir den SAICM-Prozess seit seinem Beginn. Im Rahmen dieses Projektes liegt der Schwerpunkt auf dem sogenannten „Intersessionalen Prozess“ hin zu einem SAICM 2.0, den wir kritisch begleiten. Politisch setzen wir uns dabei für eine Konkretisierung der Ziele und Mechanismen ein, damit deren Umsetzung konsequenter vorangetrieben werden kann.

Wir verfolgen außerdem das Ziel, mehr Bewusstsein zu schaffen für die Themen Chemikalien, Gesundheit und Umwelt und gehen hier besonders auf schädliche Inhaltsstoffe in Alltagsprodukten ein. Weiterhin stellen wir Informationen rund um den SAICM-Prozess zur Verfügung, möchten im politischen Dialog Entscheidungsträger*innen einbinden, den Multi-Stakeholder-Ansatz fördern, um weitere Sektoren – wie Gesundheit, Familie und Frauen* – mit einzubeziehen und bereiten die Teilnahme von NGOs an der UN-Konferenz im Oktober 2020 (ICCM5) vor.

NEUGIERIG GEWORDEN?

Mehr anregende Hintergrundinformationen rund um die internationale Chemikalienpolitik gibt es auf unserem SAICM Blog.

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Deutschland, International

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Gefördert von

Dieses Projekt wird gefördert durch das Umweltbundesamt und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. Die Mittelbereitstellung erfolgt auf Beschluss des Deutschen Bundestages. Die Verantwortung für den Inhalt von Veröffentlichung und Aktivitäten im Rahmen des Projekts liegt bei WECF e.V.