Was wir tun

1995 strömten 17.000 Delegierte und 30.000 Aktivist*innen aus aller Welt nach Peking, um an der vierten Weltfrauenkonferenz teilzunehmen. Dies war eines der größten Treffen zur Stärkung der Frauenrechte, das jemals abgehalten wurde. Unser erstes großes Projekt als Organisation bestand darin, eine Delegation von Frauen zusammenzustellen, die vor der Konferenz am zivilgesellschaftlichen Forum in Peking teilnehmen sollte, um die intersektionale Dimension zwischen Geschlecht und Umwelt in den Fokus zu stellen. Während des Huairou-Forums organisierten wir Veranstaltungen und Demonstrationen mit verschiedenen Partnern – unter anderem aus Brasilien, Indien, Kenia, Russland, der Ukraine und Usbekistan. Das Ergebnis, die Pekinger Aktionsplattform, ist nach wie vor eine der größten Verpflichtungen gegenüber den Rechten von Frauen im Rahmen einer nachhaltigen und friedlichen Welt.

Rückschritte in der Entwicklung

Jetzt, fast 25 Jahre später, sind wir alarmiert durch die rückwärtsgewandten Entwicklungen hinsichtlich der Frauenrechte und die zahlreichen Angriffe auf Menschenrechts- und Klimaschutzaktivist*innen in vielen Ländern der Welt. 25 Jahre nach dem Versprechen in Peking haben wir noch immer keine Gleichstellung erreicht und sind stattdessen zunehmender Gewalt und populistischen Regierungen ausgesetzt.

Derweilen jährt sich die Agenda2030 mit ihren 17 Zielen für eine Nachhaltige Entwicklung (SDGs), für die sich sämtliche UN Mitgliedsstaaten verpflichtet haben. Insbesondere SDG5, das für die Umsetzung von Gendergerechtigkeit und die Stärkung der Rechte von Frauen und Mädchen steht, schreit danach, die Verpflichtungen aus Peking in der internationalen Politik wieder in den Fokus zu stellen.

Covid-19 Update

Das Generation Equality Forums wurde auf Anfang 2021 verschoben. Als Teil der Berater*innengruppe der Zivilgesellschaft haben wir eine Erklärung zur Verschiebung veröffentlicht und ebenso eine Stellungnahme zur Covid-19-Pandemie aus frauenrechtlicher Sicht.

UNECE Region

Was ist UNECE?

UNECE steht United Nations Economic Commission for Europe. Auf Deutsch ist sie die Wirtschaftskommission für Europa der Vereinten Nationen. Sie bildet eine von fünf Regionalkommissionen des Wirtschafts- und Sozialrates der Vereinten Nationen (ECOSOC) und verfolgt damit das Ziel einer pan-europäische wirtschaftliche Integration.

Zeitplan

Civil Society Forum (28. Oktober, Genf) – Als regionaler Organisationspartner der Women’s Major Group, koordinieren wir das zivilgesellschaftliche Forum vor dem regionalen UNECE-Treffen zur Überprüfung von Peking +25. Die Vorbereitung dieses Forums geschieht in Kooperation mit einem breiten Bündnis von Frauenrechtsorganisationen. Es findet am Montag, den 28. Oktober 2019 in Genf statt. Gemeinsam legen wir Ansatzpunkte aus Europa, Nordamerika, dem Kaukasus und den zentralasiatischen Regionen fest, die eine große Bedeutung für die Entwicklung von Gleichberechtigung haben. Diese Ansatzpunkte werden in die Schattenberichte über die Gleichstellung der Geschlechter und die Situation der Frauenrechte in unserer Region einfließen.

Beijing +25 Regional Review Meeting (29.-30. Oktober, Genf) – Dieses Treffen bietet ein Forum für UNECE-Mitgliedsstaaten, um die Fortschritte und Herausforderungen hinsichtlich der Umsetzung der Pekinger Aktionsplattform zu überprüfen. Das Treffen findet vom 29. bis 30. Oktober 2019 im Palais des Nations in Genf statt und wird gemeinsam von der UNECE und dem UN-Regionalbüro für Frauen in Europa und Zentralasien organisiert.

Frauenrechtskonvention (CSW64) (März 2019, New York, aufgrund von COVID-19 ausgesetzt) – Der Schwerpunkt des CSW-Treffens lag auf der Überprüfung der Umsetzung der Pekinger Erklärung und Aktionsplattform, sowie der Ergebnisse der 23. Sondersitzung der Generalversammlung. Die Überprüfung sollte eine Bewertung der aktuellen Herausforderungen beinhalten, die sich auf die Umsetzung der Aktionsplattform und die vollständige Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung auswirken.

Generation Equality Forum (verschoben: erste Hälfte des Jahres 2021, Mexiko und Frankreich) – sind zivilgesellschaftliche, globale Zusammenkünfte zur Gleichstellung der Geschlechter, die von UN-Frauen einberufen und von den Regierungen Mexikos und Frankreichs gemeinsam ausgerichtet werden. UN Women hat mehrere Aktionskoalitionen angekündigt, bei denen die Zivilgesellschaft mit Entscheidungsträger*innen und anderen Interessensgruppen zusammenkommen wird, um konkrete, ehrgeizige und transformative Maßnahmen zu ergreifen, um sofortige und irreversible Fortschritte auf dem Weg zur Gleichstellung der Geschlechter zu erzielen.

Zivilgesellschaftliches Forum

Mehr als 400 Feminist*innen und Aktivist*innen aus 45 verschiedenen Ländern kamen vom 28. bis 30. Oktober 2019 zur regionalen Überprüfung der Pekinger Aktionsplattform in Genf zusammen. Gemeinsam haben wir feministische Prinzipien für die von uns gewünschte Zukunft ausgearbeitet und entwickelt.

Mehr Infos

Analysen

Dieser Bericht ist eine Zusammenstellung der Perspektiven feministischer und zivilgesellschaftlicher Organisationen aus mehr als 45 Ländern der Regionen, die an den Vorbereitungen und während des zivilgesellschaftlichen Forums selbst, am 28. Oktober 2019 in Genf teilgenommen haben.

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