Gutachten für den vierten Gleichstellungsbericht – Gleichstellung in der sozial-ökologischen Transformation

WECF im politischen Diskurs: Unsere Daten zur Gendergerechtigkeit in Energiegenossenschaften wurden im aktuellen Gutachten des vierten Gleichstellungsberichts der Bundesregierung mit dem Titel „Gleichstellung in der sozial-ökologischen Transformation“ zitiert. Dieses wurde am 3. März 2025 veröffentlicht und bildet die wissenschaftliche Grundlage für den Gleichstellungsbericht.

Im Gutachten des Gleichstellungsberichts 2024 greift die Bundesregierung zentrale Erkenntnisse einer von uns veröffentlichten Studie auf. Besonders im Fokus steht dabei der Gender Gap in Bürger*innenenergiegemeinschaften. Der Bericht stellt fest:

„Eine Studie aus dem Jahr 2015 zeigt, dass in Deutschland Frauen nur 20 Prozent des Investitionsvolumens der Bürgerinnenenergiegemeinschaften halten und ihr Mitgliederanteil bei nur durchschnittlich 31 Prozent liegt (wecf 2020).“*

Diese Zahlen zeigen deutlich: Auch in vermeintlich inklusiven Strukturen wie Energiegenossenschaften sind Frauen strukturell unterrepräsentiert – sowohl finanziell als auch in der Mitgliedschaft.

Dass unsere Forschung hier als Grundlage dient, freut uns sehr – und bestätigt, wie wichtig es ist, feministische Perspektiven in allen gesellschaftlichen Bereichen sichtbar zu machen. Energiepolitik ist nicht genderneutral. Wer Klimaschutz und Energiewende sozial gerecht gestalten will, muss Gendergerechtigkeit mitdenken.

Die zitierte Studie wurde ursprünglich von WECF erstellt und 2020 erneut ausgewertet. Sie bleibt ein Meilenstein, wenn es darum geht, gendersensible Daten in die Energiepolitik einzubringen.

Wir von WECF setzen uns weiterhin dafür ein, dass evidenzbasierte Forschung in politische Entscheidungsprozesse einfließt – und dass Gleichstellung überall mitgedacht wird, wo es um Zukunft geht.

🔗 Hier geht’s zur Studie
🔗 Mehr zum Gutachten