Mangelhaft: NGOs geben Stellungnahme zum Reality-Check Workshop für chemische Schadstoffe der EU-Kommission

Wir von WECF, gemeinsam mit der Health and Environment Alliance (HEAL) und dem Child Rights International Network (CRIN), hat eine Stellungnahme zu den im Rahmen des „Reality-Check“-Workshops der EU-Kommission am 16. Mai 2025 vorgestellten Vorschlägen zur Verordnung über kosmetische Mittel eingereicht.

Unsere Stellungnahme stützt sich sowohl auf das für den Workshop veröffentlichte Konzeptpapier als auch auf die während der Sitzung eingebrachten Beiträge.

Am 16. Mai 2025 diskutierte die EU-Kommission in einem „Reality‑Check‑Workshop“ mögliche Vereinfachungen der Verordnung über kosmetische Mittel (CPR), insbesondere zu Ausnahmen für chemische Schadstoffe.

Kritikpunkt:
Die NGOs – HEAL, CRIN und wir von WECF – warnen, dass vorgeschlagene Änderungen Artikel 15 der CPR schwächen könnten. Konkret geht es um krebserzeugende, erbgutverändernde und fortpflanzungsgefährdende Substanzen (sogenannte CMR-Stoffe): Methoden zur Ausnahmeregelung würden gelockert, und ein Verbot könnte künftig ausschließlich bei Hautkontakt gelten.

Gefahren:

  • Solche Änderungen würden erhöhte Exposition über Mund (z. B. Zahnpasta, Mundwasser) oder Inhalation (z. B. Aerosole) ermöglichen – mit besonders schwerwiegenden Folgen für Kinder, Schwangere und Frauen

  • Diese Rechtsverschärfungen widersprächen dem Ziel der CPR, ein hohes Schutzniveau für die Gesundheit zu bieten, sowie Europas „Beating Cancer Plan“

  • Zudem befürchten wir ein Ungleichgewicht: Vereinfachungen kommen insbesondere Wirtschaft und Verwaltung zugute, während der Schutz von Verbrauchenden vernachlässigt wird

Diese Stellungnahme erhebt daher folgende Hauptpunkte: Keine Absenkung des Gesundheits‑ und Umweltschutzes, Strikte Beibehaltung des CMR‑Verbots, sowie Transparentes, zielgerichtetes Vorgehen im Gesetzgebungsprozess.

Die gesamte Stellungnahme gibt es hier als PDF auf Englisch >>