Lebensmittel ohne Plastik für alle: Neue Exit Plastik Petition fordert politisches Handeln
Passend zum Start des Plastic Free July 2026 hat das zivilgesellschaftliche Bündnis Exit Plastik – dem auch wir von WECF angehören – die Petition „Lebensmittel ohne Plastik für alle” gestartet. Die Forderung an Bundesumweltminister Carsten Schneider: Verbraucher:innen müssen Lebensmittel ohne Kunststoffverpackungen flächendeckend und ohne Aufpreis kaufen können.
Der Hintergrund ist alarmierend: 66 % der Lebensmittel in Deutschland werden in Plastik verkauft, während Mehrweg- und Thekensysteme systematisch verdrängt wurden. Wissenschaftliche Studien zeigen zunehmend, dass Partikel von Mikro- und Nanoplastik aus Verpackungen und somit auch Schadstoffe wie EDCs oder PFAS in Lebensmittel übergehen und in den menschlichen Körper gelangen können – nachgewiesen im Blut, im Gehirn und in Plazenten. Sie stehen dabei im Verdacht, Entzündungsprozesse zu fördern und mit Herz-Kreislauf-, Stoffwechsel- und Immunerkrankungen in Verbindung zu stehen.
„Die wissenschaftlichen Hinweise sind inzwischen zu deutlich, um weiter zuzusehen. Politik und Handel müssen endlich dafür sorgen, dass Lebensmittel ohne Plastikverpackungen für alle Menschen verfügbar und bezahlbar werden” – Carla Wichmann von Exit Plastik.
Plastikfreies Einkaufen ist bislang oft teurer oder schwer zugänglich – und wird damit zu einer Frage sozialer Gerechtigkeit, denn gerade Menschen mit geringerem Einkommen kaufen überwiegend im Discounter, wo Plastik dominiert.
Exit Plastik fordert von Umweltminister Carsten Schneider:
- den systematischen Aufbau plastikfreier Mehrweg-Poolsysteme für Lebensmittel,
- verbindliche verpackungsfreie oder -arme Optionen in Supermärkten und Discountern,
- Preisgleichheit zwischen Einweg- und Mehrwegverpackungen.
Jetzt Petition unterzeichnen: exit-plastik.de/lebensmittel-ohne-plastik
Mehr zum Plastic Free July: exit-plastik.de/aktiv-werden

