Eine Hommage an unsere Gründerinnen: Rückblick auf 25 Jahre Aufbau einer ökofeministischen Bewegung


Bildnachweis: Fleur Beemster

Unser erstes Projekt als Organisation bestand darin, Aktivitäten auf der 4. Weltfrauenkonferenz 1995 in Peking zu organisieren. In diesem Jahr feiern wir also nicht nur unseren Geburtstag, sondern auch den 25. Jahrestag der Pekinger Aktionsplattform, die nach wie vor die visionärste und wirksamste globale Agenda für Frauenrechte ist.

Die Ziele, mit denen Marie und Irene vor über 25 Jahren WECF ins Leben gerufen haben, sind heute genauso wichtig wie damals. Die Dringlichkeit des Wandels hin zu einer gesunden und nachhaltigen Umwelt ist heute intensiver zu spüren denn je.


Ein Dialog zwischen unseren Gründerinnen


Irene: „Das Treffen in Miami [ein Vorbereitungstreffen für die 4. Weltfrauenkonferenz, heute eher als Ursprung der Pekinger Aktionsplattform bekannt] war wichtig, um Themen zu identifizieren, die wir Frauen auf der Tagesordnung haben möchten (Wasser, sanitäre Einrichtungen, Menschenrechte, Sicherheit, Militär). Zu dieser Zeit gab es nicht viele Menschen aus Europa, die an Fragen der Gleichstellung der Geschlechter und der Umwelt arbeiteten. Deshalb haben wir Marie eingeladen, sie hat die Agenda der Frauen verstanden.“

Marie: „Ich war motiviert, Fragen der nachhaltigen Entwicklung und der Umwelt in Einklang zu bringen und nach Rio zu reisen, um die wichtigen Menschen auf der ganzen Welt zu beeinflussen. In Miami haben mich die Frauen inspiriert, die Fallstudien erstellt haben, die zeigen, wie Frauen in Politik und Alltag vernachlässigt wurden.“

Irene: „Frauen sind die Treiber des Wandels, um sich selbst zu erhalten. Sobald Sie sich selbst erhalten können, können Sie dazu beitragen, andere zu erhalten. Frauen sind Agentinnen des Wandels! Warum sind Frauen von Umweltveränderungen stärker betroffen? Weil sie sich oft um eine ganze Familie kümmern müssen, härter arbeiten müssen, Frauen werden oft zurückgelassen. Darüber hinaus sind Frauen länger betroffen, beispielsweise können Kinder nach vier Generationen noch Geburtsdefizite haben. Ich denke, es ist der Kern unserer Arbeit, Entscheidungsträger*innen, Aktivist*innen, Organisationen der Zivilgesellschaft usw. zu organisieren.“

Irene: „Es gab Frauenrechtsorganisationen und Umweltorganisationen, wir waren mitten im Spinnennetz und versuchten, die Felder zu verbinden. Die Umweltorganisationen waren sehr männlich orientiert.“

Marie: „Am Anfang mussten wir uns zwischen den Themen entscheiden, die wir angehen wollten. Peking war die erste große Veranstaltung, bei der wir zur Organisation der Zivilgesellschaft beigetragen haben.“

Worauf bist du am meisten stolz?

Irene: „Unsere Arbeit an ökologischen Sanitäranlagen, Chemikalien und Anti-Atomkraftwerken. Das war eine Pionierarbeit, auf die andere in diesen Tagen aufbauen können.“

Marie: „Unsere Arbeit, die chemische Verschmutzung auf die Tagesordnung zu setzen.“

 

Der WECF-Jubiläumssong | nach der Melodie von ‚We all live in a yellow submarine‘

In the lands where we were born
It was the me-e-en who had the say
And they decided about our lives
In the land of innnn-equality
But we said no-o-o to such bullshit
To cre-e-ate a planet fully green
Where we all ha-a-ve equality
As well as he-a-a-alth and sustainability

We wanna live in a gender-just world,
gender-just world, gender-just world
We wanna live in a gender-just world,
gender-just world, gender-just world

Rio wa-a-s conception place
In Bej-i-ng you were born
Women and girls discussed their needs
In the West and in the East
You were engaged till late at night
Oh, the hell was that a fight
It was wo-o-rth, that is the coup
Now we have a say at Women’s Major Group

We wanna live in a gender-just world,
gender-just world, gender-just world
We wanna live in a gender-just world,
gender-just world, gender-just world

 

Auf weitere 25 Jahre und mehr brillantes mutiges ökofeministisches Handeln!