SCHWERPUNKTE UND THEMEN

Wenn wir das dringende Thema der Energiewende ernst nehmen, besteht nicht nur Bedarf an Wissen und angemessenen Rahmenbedingungen und Gesetzen, sondern auch und vor allem, die Fähigkeit zur Zusammenarbeit von Menschen mit unterschiedlichem sozialen Hintergrund. Nicht mehr wegzudenken sind Energiegenossenschaften, die die Energiewende, wie bspw. in Deutschland, vorangetrieben haben. Wir als Bürger*innen müssen uns von dem Gedanken befreien, dass Unternehmen oder die Politik uns die Aufgabe zur gerechten Transformation von fossilen zu nachhaltigen Energieträgern abnehmen werden. Denn Energieunabhängigkeit geschieht vor allem durch kommunal produzierte Energie und sogenannte „Prosumer“ – Bürger*innen, die nicht nur Konsument*innen sind, sondern auch zu Produzent*innen werden. Angesichts des voranschreitenden Klimawandels und dessen negativen globalen Auswirkungen ist ein länderübergreifender Austausch zu Kenntnissen und Instrumenten für eine bürgernahe und gerechte Energiewende erforderlich.

WAS WIR TUN

Das Projekt Power of Energy Communities ist eine gemeinsame Initiative von vier NGOs aus Polen (SIE), der Türkei (TROY), Deutschland (WECF) und Dänemark (INFORSE). Zwei Jahre lang treffen wir uns, um unsere Erfahrungen zu Energiegemeinschaften auszutauschen, voneinander zu lernen und Best Practices zur dezentralen Energieproduktion in Bürger*innenhand vorzustellen und zu diskutieren. Im Rahmen des zweijährigen Projekts wird eine Datenbank mit Verfahren und Organisationen entwickelt, die als Vorbilder agieren, sowie ein Leitfaden zur Gründung von Energiegenossenschaften und eine Vergleichsanalyse zum Potential von Energiegenossenschaften in Osteuropa. Durch nationale Workshops wollen wir unser Wissen weitertragen an lokale Gemeinschaften, Landwirt*innen, Kleinunternehmer*innen und Bürger*innen, insbesondere Frauen* und Jugendliche, um Bürgerenergie und damit auch eine gerechte Energiewende weiter voranzutreiben.

Länder

Dänemark, Deutschland, Polen, Türkei

Partner

INFORSE Europa, Społeczny Instytut Ekologiczny, Troya Çevre Derneği

Gefördert von